Philipp Winterwerb

Von dem Porträt- und Historienmaler Philipp Winterwerb (* 30.6.1827 Braubach a. Rhein; † 5. 1. 1873 Frankfurt a. M.) sind kaum biographische Daten überliefert. Seine Ausbildung erhielt er bei Jakob Becker und Eduard von Steinle am Städelschen Kunstinstitut in Frankfurt am Main. Bekannt ist, dass seine qualitätvollen Bildnisse in der Frankfurter Gesellschaft hoch geschätzt waren. Die subtile Darstellung von Lichtsituationen in einem Innenraum, die seine Interieurs kennzeichnet, konnte Winterwerb beim Studium niederländischer Genremalerei des 17. Jahrhunderts erlernt haben.

Deutsch

Winterwerb - groß - Faust

  • Philipp Winterwerb: Faust in der Studierstube

    Philipp Winterwerb

    Philipp Winterwerb
    „Faust in der Studierstube“
    Öl auf Leinwand
    64 x 51 cm
    Unten rechts monogrammiert: Ph. W.


    Das Motiv des Doktor Faust in der Studierstube war in der Malerei des 19. Jahrhunderts recht beliebt. Man kennt es u. a. von Georg Friedrich Kersting (1829). Die Beschäftigung mit der in ihrem Freiheitsdrang zwischen Traditionen und modernem Denken zerrissenen Faust-Figur findet sich bereits sowohl in der niederländischen als auch deutschen Kunst des 17. Jahrhunderts (u. a. Rembrandt). In seiner Bildfindung belässt Winterwerb das Interieur in einer dunklen Hintergrundfolie. Mephisto ist nur schemenhaft, wenn auch nicht weniger bedrohlich, ebenso wie der Totenschädel, kaum wahrnehmbar. Markant stechen die beleuchtete Physiognomie des Faust, seine Hände und ein aufgeschlagenes Buch als bildbeherrschende Elemente heraus.

Winterwerb - mobil - Faust

  • Philipp Winterwerb
    „Faust in der Studierstube“
    Öl auf Leinwand
    64 x 51 cm
    Unten rechts monogrammiert: Ph. W.

    Das Motiv des Doktor Faust in der Studierstube war in der Malerei des 19. Jahrhunderts recht beliebt. Man kennt es u. a. von Georg Friedrich Kersting (1829). Die Beschäftigung mit der in ihrem Freiheitsdrang zwischen Traditionen und modernem Denken zerrissenen Faust-Figur findet sich bereits sowohl in der niederländischen als auch deutschen Kunst des 17. Jahrhunderts (u. a. Rembrandt). In seiner Bildfindung belässt Winterwerb das Interieur in einer dunklen Hintergrundfolie. Mephisto ist nur schemenhaft, wenn auch nicht weniger bedrohlich, ebenso wie der Totenschädel, kaum wahrnehmbar. Markant stechen die beleuchtete Physiognomie des Faust, seine Hände und ein aufgeschlagenes Buch als bildbeherrschende Elemente heraus.